Gemeinde & Kirche

 

Gemeinde

 

Die St. Apostel Paulus-Gemeinde in Bochnia zählt ca. 7500 Gläubige. Sie wurde am 25. Mai 1984 vom damaligen Bischof von Tarnów Jerzy Ablewicz errichtet und umfasst den westlichen Teil der Stadt. Der erste Pfarrer der neugegründeten Gemeinde ist der jetzige Pfarrer – Prälat Jan Nowakowski. Er ist der Erbauer der Kirche.

Das Kirchengebäude wurde am östlichen Hang des Kolanówhügels in den Jahren 1981-1986 auf Initiative des damaligen Bochniaer Pfarrers Stanisław Wójtowicz erbaut. Der Grundstein wurde vom Heiligen Vater Johannes Paul II. im Vatikan geweiht und am 29. Juni 1982 gelegt. Die erste Heilige Messe wurde in der Unterkirche am 6. Juni 1984 gefeiert. Der damalige Bischof Jerzy Ablewicz segnete die Kirche am 9. Juni 1985, und Bischof Wiktor Skworc weihte sie am 26. September 2004 – im zwanzigsten „Lebensjahr” der Gemeinde.

In der Gemeinde enstanden zahlreiche Gebetsgemeinschaften, apostolische Gruppen und katholische Verbände.

Auf dem Gebiet der Gemeinde gibt es 2 Kapellen – eine aus den dreißiger Jahren des 20. Jahr-hunderts, die andere wurde 1831 erbaut. Sehenswert ist auch eine Steinfigur der Heiligsten Dreifaltigkeit aus dem Jahre 1898.

Auf dem alten Friedhof sind neben den Gräbern aus dem ersten Weltkrieg auch die Gräber der polnischen Soldaten vom September 1939 sowie ein Obelisk zur Erinnerung an die polnischen Opfer des Völkermords von Ponary (1941-1944). Hier befindet sich auch ein rührendes Denkmal der verlorenen (bei der Fehlgeburt) Kinder.

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Kirche

 

Die St. Apostel Paulus-Kirche ist ein Doppelstockgebäude und wurde nach dem Projekt des Krakauer Architekten Zbigniew Zjawin erbaut. Die Unterkirche wird für Konferenzen und verschiedene Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche genutzt.

Das moderne Kirchengebäude mit dem 50 m hohen Turm ist das Wahrzeichen des Stadtviertels. Im Turm hängen 3 Glocken mit interessanter Geschichte. Außerdem gibt es eine Turmuhr mit 2 Zifferblättern und ein Glockenspiel. Die St. Apostel Paulus-Kirche ist eine einschiffige Kirche. Sie ist 25 m hoch und hat ein Kristallgewölbe – getragen von zwölf Säulen, die die zwölf Apostel symbolisieren.

Die Innenarchitektur der Kirche ist eine Arbeit von Józef Sękowski (Akademie für Kunst in Kraków). Er hat auch das 6 m hohe und 5 m breite Kreuz geschaffen. Die Christusgestalt am Kreuz (Kupfer mit Edelrost) bildet das Zentrum der Altarwand.

Der kugelförmige Tabernakel, geschaffen wie aus Salzkristallen, erinnert an das Bochniaer Salzbergwerk. Hinter dem Tabernakel befindet sich ein großartiges Wandrelief aus Kupfer. Es zeigt den Apostel Paulus mit den Mitgliedern der ersten christlichen Gemeinde. Aus Kupfer sind auch die monumentalen Skulpturen der Apostel.

Das Antependium des Hauptaltars aus Kupfer stellt das Opfer Melchisedeks dar. Es ist ein Werk des bekannten Bildhauers Czesław Dźwigaj. Er gestaltete auch die Lesepulte. Im Altar befinden sich die Reliquien von Karolina Kózka.

Sehenswert ist das Taufbecken aus Bronze. Im Bild eines Baumes wird die Geschichte der Erlösung gezeigt. In der Krone dieses Baumes befinden sich 4 Flachreliefe: Jesu Geburt, Taufe Jesu am Jordan, sein Tod am Kreuz sowie die Gestalt Papst Johannes Paul II., mit den von ihm heiliggesprochenen Schutzheiligen der Diözese Tarnów. Den Abschluss bildet die 1,5 m hohe Figur des auferstandenen Christus. Dieses Kunstwerk ist ein Geschenk der Gläubigen der Pfarrgemeinde zum Heiligen Jahr 2000.

An den Wänden hängen einzigartige Kreuzwegbilder. Es ist interessant, dass sich die hellen und dunklen Bildflächen, die das Gute und Böse symbolisieren, immer an der Gestalt Christi kreuzen. Der Künstler, der diese Bilder malte, Lucjan Orzech aus Kraków, malte auch Gemälde an der Wand der Orgelempore. Sie stellen das Leben des Apostels Paulus dar.

Der Innenraum der Kirche wird durch große Farbglasfenster (von Józef Furdyna entworfen) erleuchtet. Die Glasmalerei in der Kuppel zeigt Heilige aller Völker und Nationen. Die anderen Kirchenfenster zeigen – rechts – die Geschichte der Erlösung mit Szenen aus der Bibel und links die Geschichte des Christentums in Polen. Auf der Empore befindet sich das größte Farbglasfenster in Bochnia – es ist 42 m2 groß. Rechts davon die Darstellung der Epiphanie.

Auf den beiden Seiten des Presbyteriums sind zwei Kapellen. An der Südseite ist die Kapelle der Muttergottes von Fatima. Die Farbglasfenster zeigen Erscheinungen in La Salette, Lourdes, Fatima. Zur Erinnerung an die Erscheinung der Gottesmutter in Fatima im Jahre 1917 wurde die Fatimakapelle vom Künstler Kazimierz Klimkiewicz aus Tarnów neu gestaltet. Er schuf früher schon die Kapelle der Göttlichen Barmherzigkeit in dieser Kirche. An der kleinen Chorwand sind Szenen aus dem Leben Mariens zu sehen: Geburt, Entschlafung und Himmelfahrt.

An der Nordseite ist die Kapelle der Göttlichen Barmherzigkeit mit dem Bild „Jesus, ich vertraue auf Dich”. Es wird von Engeln umgeben, die Attribute des Leidens Christi tragen: Dornenkrone, Kelch und Speer. In der Mitte befindet sich das Reliquiar mit den Reliquien von Schwester Faustyna. Drei Farbglasfenster symbolisieren die Göttliche Barmherzigkeit und zeigen den verlorenen Sohn, den guten Hirten und den barmherzigen Samariter.

Vor der Kapelle steht eine Holzskulptur des heiligen Johannes Paulus II. (1978-2005) (Heiligsprechung am 27.04.2014 in Rom). Er war ein großer Verehrer der Göttlichen Barmherzigkeit. Der Papst trägt wie Jesus das Kreuz. Neben der Holzskulptur befindet sich ein Reliquiar mit einer Blutreliquie.

Besonders wertvoll ist eine neue Pfeifenorgel mit 34 Registern.

Eine große Sandsteinskulptur des Kirchenpatrons wurde im Paulusjahr vom Künstler Jacek Osadczuk geschaffen und zum 25. Jahrestag der Gemeindegründung vor der Kirche aufgestellt.



 
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